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Auch vom Apostel Petrus sind uns zwei Briefe im NT überliefert. Sein erster Brief ist an die Fremdlinge in der Zerstreuung in Pontus, Galatien, Kappadozien, Asien und Bithynien adressiert. Gemeint sind damit Christen jüdischen Hintergrundes, die in fremden Ländern lebten. Schon zu Pfingsten waren viele Juden, die anlässlich des Festes nach Jerusalem gekommen waren, an Jesus gläubig geworden (Apg 2,7-11). Möglicherweise richtet sich Petrus‘ Brief an Gemeinden, die durch diese Menschen nach ihrer Rückkehr aus Jerusalem entstanden waren.  

Petrus schrieb diesen Brief um die Geschwister in ihrem Glauben zu stärken. Dies war dringend nötig, da sie unter ungerechter Verfolgung litten. Mitten in dieser Situation sollten sie die Hoffnung, die Jesus ihnen gibt, nicht vergessen. Dementsprechend betont Petrus in seinem Brief die Herrlichkeit des zukünftigen Erbes, das Christen verheißen ist. Dieses Erbe gibt ewige Freude, die das vorübergehende Leiden in den Schatten stellt (1Petr 1,6-8). Dadurch sollen die Gläubigen motiviert werden, auch in dieser schwierigen Zeit an Christus festzuhalten.

Auf der anderen Seite wollte Petrus die Adressaten unterweisen, wie sie in solch einer feindlichen Umwelt verhalten sollten, damit sie trotz allem ein gutes Zeugnis für den Glauben ablegen würden. Entsprechend enthält der 1Petr auch Abschnitte, die die Notwendigkeit eines geheiligten Lebens betonen (z.B. 1Petr 1,13ff), sowie konkrete Hinweise für das Verhalten in der Welt (1Petr 2,11ff) geben. Für Petrus folgt aus dem wertvollen Geschenk der Erlösung notwendigerweise das Streben nach einem geheiligten Leben (1Petr 1,18-19). Weil Christen eine besondere Berufung haben (1Petr 2,9-10), sollen sie dementsprechend Verhalten. Ferner enthält der 1Petr konkrete Anweisungen für bestimmte Gruppierungen in der Gemeinde (Sklaven, Frauen, Männer, Älteste). Charakteristisch für den 1Petr ist außerdem, dass immer wieder Jesus Christus – im Besonderen sein Leiden und Sterben – als Vorbild für Leben und Dienst der Gläubigen dargestellt wird.

Der 1. Petrusbrief kann wie folgt gegliedert werden.         

  1. Die Gläubigen sind beschenkt mit lebendiger Hoffnung 1,1-12
  2. Die Gläubigen sind berufen zu einem geheiligten Leben 1,13-2,10
    • Grund I: Bedenkt den Preis eurer Erlösung 1,13-25
    • Grund II: Bedenkt eure neue Identität 2,1-10
  3. Die Gläubigen sind beauftragt, zu einem weisen Verhalten in der Welt 2,11-3,22
    • Grundlegende Prinzipien 2,11-17
    • Anweisungen für Sklaven 2,18-25
    • Anweisungen für Frauen und Männer 3,1-7
    • Anweisungen die ganze Gemeinde 3,8-22
  4. Die Gläubigen sollen sich am Vorbild Jesu orientieren 4,1-19
  5. Abschließende Mahnungen an die Ältesten und die ganze Gemeinde 5,1-14

 

Bei der Lektüre des 1. Petrusbriefs können wir uns folgende Fragen stellen:

  • Was bedeutet meine Berufung als Christ im Guten wie im Schweren nach dem 1Petrusbrief? Wie erlebe ich selbst das im Alltag?
  • Was kann mir Freude und Ausdauer schenken – auch in schwierigen Zeiten?

Schlüsselvers: „Denn ihr wisst, dass ihr nicht mit vergänglichem Silber oder Gold erlöst seid von eurem nichtigen Wandel nach der Väter Weise, 19 sondern mit dem teuren Blut Christi als eines unschuldigen und unbefleckten Lammes. (1Petr 1,18-19)

Vernetzt im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) in Deutschland K.d.ö.R.

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