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In Apg 18 wird uns berichtet, wie Paulus während seiner zweiten Missionsreise in die Stadt Korinth kam. Korinth hatte eine günstige Lage, nämlich auf der Landenge, die die Halbinsel Peloponnes mit dem griechischen Festland verbindet. Durch seine zwei Häfen – Lechäon am Golf von Korinth Richtung Westen und Kenchreä am Golf von Aegina Richtung Osten – war Korinth zu einem wichtigen Umschlagsplatz des Handels geworden. Des Weiteren war Korinth eine Stadt die von extremen sozialen Gegensätzen geprägt war: auf der einen Seite waren zwei Drittel der Bevölkerung Sklaven, während es andererseits auch viele reiche Kaufleute und Großunternehmer aus aller Welt gab.

Paulus wirkte in Korinth ca. 1,5 Jahre und gründete die Gemeinde dort (Apg 18,11). Danach hatte Paulus der Gemeinde schon einmal einen Brief geschrieben (1Kor 5,9-13), der aber verloren gegangen ist. Später erfuhr Paulus von den „Leuten der Cloe“, dass in der Gemeinde Streitigkeiten aufgekommen waren (1Kor 1,11). Ihm war des Weiten zu Ohren gekommen, dass die Korinther schwere Unzucht in ihren Reihen duldeten (1Kor 5,1-2). Außerdem hatten die Korinther ihrerseits Paulus bereits einen Brief mit Fragen (1Kor 7,1) geschrieben. Aus allen diesen Gründen schrieb Paulus vermutlich 54 n. Chr. den 1. Korintherbrief während seines Aufenthaltes in Ephesus.

Inhaltlich dreht sich der 1. Korintherbrief um eine Reihe von Missständen, die in dieser jungen Gemeinde auftraten. Einerseits gibt es eine Menge an Konflikten untereinander – kein Wunder, wenn man bedenkt, von welchen sozialen Gegensätzen Korinth geprägt war.  Auf der anderen Seite neigten die Korinther zu gravierende faulen Kompromissen mit dem weltlichen Lebensstil ihrer Umwelt – auch das ist  nicht überraschend! Insofern ist der 1. Korintherbrief hochaktuell – zeigt er uns doch, zu was für einen Leben wir als Christen in einer Welt berufen sind, die völlig andere Maßstäbe kennt und wie wir Einheit und Gemeinschaft in der Gemeinde trotz großer Unterschiede  leben können.

Der 1. Korintherbrief kann so gegliedert werden:  

  1. Der Umgang mit Spaltungen in der Gemeinde Kap. 1-4
  2. Der Umgang mit Unzucht in der Gemeinde 5
  3. Der Umgang mit Streitfällen in der Gemeinde Kap. 6
  4. Der Umgang mit Sexualität, Ehe und Ehelosigkeit Kap. 7
  5. Der Umgang mit der persönlichen Freiheit am Bsp. des richtigen Umgangs mit Götzenopferfleisch Kap. 8-11,1
  6. Der Umgang für eine würdigen gemeinsamen Gottesdienst (Mann und Frau – Abendmahl) Kap. 11,2-34
  7. Der Umgang mit den Gaben des Geistes in der Gemeinde 12-14
  8. Der Umgang mit der Auferstehungshoffnung im Alltag Kap. 15
  9. Briefschluss mit Mitteilungen und Grüßen Kap. 16

Der 1. Korintherbrief behandelt eine Vielzahl praktischer Themen, aus denen sich viel lernen lässt. Folgende Fragen können uns allgemein bei der Lektüre leiten:

  • Welchen Kompromiss oder Fehler der Korinther thematisiert Paulus an dieser Stelle? Wo gibt es heutzutage die Gefahr, einen ähnlichen Fehler zu begehen?
  • Warum ist es so wichtig, diesen Kompromiss bzw. Fehler zu vermeiden? Wie kann das geschehen?

Schlüsselvers: Wißt ihr nicht, daß ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt?  Wenn jemand den Tempel Gottes verdirbt, den wird Gott verderben, denn der Tempel Gottes ist heilig; der seid ihr.“ (1Kor 3,16-17)

Vernetzt im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) in Deutschland K.d.ö.R.

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