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Der erste Timotheusbrief richtet sich – anders als die meisten anderen Paulusbriefe – nicht an eine oder mehrere Gemeinden, sondern mit Timotheus an eine Einzelperson. Timotheus wird im Neuen Testament an zahlreichen Stellen erwähnt. Er ist ein „Jünger“ (Apg 16,1) der von einer gläubigen, jüdischen Mutter und einem wahrscheinlich ungläubigen griechischen Vater abstammte. Über die Jahre wurde Timotheus zu einem wichtigen Mitarbeiter des Paulus (z.B. Röm 16,21, 1Thess 3,2). Dies zeigt sich auch daran, dass sechs Paulusbriefe Timotheus als Mitverfasser nennen. Paulus war bis zu seinem Tode eng mit Timotheus verbunden und hielt große Stücke auf ihn (er bezeichnet ihn als seinen „Sohn im Glauben“ 1Tim 1,2). Timotheus, der sehr viel jünger war als Paulus, wurde von ihm mit der Leitung der Gemeinde in Ephesus betraut (1Tim 1,3). Um ihm für diese Aufgabe konkrete Hilfestellung zu geben und neuen Mut zu machen, verfasste Paulus den 1. Timotheusbrief. Die Abfassungszeit wird auf 63-66 n. Chr. geschätzt. Der 1. Timotheusbrief gehört damit zu den letzten Briefen des Apostels Paulus.

Inhaltlich geht es im 1. Timotheusbrief vor allem um Fragen des Dienstes und der Gemeindeleitung. Das Anliegen des Apostels ist es, Gottes Ordnung für die christliche Gemeinde zu erklären. So betont Paulus, wie wichtig es ist sich von jeder falschen Lehre abzugrenzen und auf das wahre Evangelium zu fokussieren (1Tim 1). Außerdem gibt Anweisungen für die Anbetung der Gemeinde (1Tim 2). Im 1. Timotheusbrief finden wir ferner eine der Stellen, die sich am ausführlichsten mit den erwarteten Qualifikationen von Leitungspersonen in Gemeinden beschäftigen (1Tim 3). Im restlichen Brief gibt Paulus Timotheus dann Hinweise, wie er seinen Dienst ausüben (1Tim 4) und wie er mit unterschiedlichen Gruppierungen in der Gemeinde umgehen soll (1Tim 5-6).

Der 1. Timotheusbrief kann so gegliedert werden:

  • Paulus gibt Anweisungen für die Gemeinde Kap. 1-3
    • Warnung vor Irrlehre und persönliches Zeugnis des Paulus Kap. 1
    • Anweisungen für die Anbetung in der Gemeinde Kap. 2
    • Anweisungen für Älteste und Diakone Kap. 3
  • Paulus gibt Anweisungen für den Dienst des Timotheus Kap. 4-6
    • Anweisungen für den Umgang mit Irrlehre Kap. 4,1-7
    • Anweisungen für das persönliche Leben Kap. 4,8-16
    • Anweisungen für den Umgang mit unterschiedlichen Gruppen Kap. 5-6

           

Bei der Lektüre des 1. Timotheusbriefs können wir uns folgende Fragen stellen:

  • Was lernen wir darüber, wie Gott sich Gemeinde vorstellt?
  • Was lerne ich für meine persönlichen Dienst als Christ?

Schlüsselvers: [Du sollst] wissen, wie man sich verhalten soll im Hause Gottes, das ist die Gemeinde des lebendigen Gottes, ein Pfeiler und eine Grundfeste der Wahrheit.  (1Tim 3,15b)

Vernetzt im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) in Deutschland K.d.ö.R.

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Einladung - Online-Seminar 13.06.2020

Thomas Klammt, Referent für Integration und Fortbildung des Bundes, lädt herzlich ein zum ersten Online-Seminar der Akademie Elstal für farsisprachige Mitarbeiter/innen. Am Samstag, 13. Juni, 11-16 Uhr, werden wir vier Vorträge zum Thema „Gemeinde – Kirche – Reich Gottes“ und Gesprächsmöglichkeit dazu anbieten. Wer sich bis 10.06.

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Unter dem Thema „Unser Glaube hat Zukunft!“ veranstaltete der BEFG am Himmelfahrtstag ein Online-Angebot mit Gottesdienst, Impulsreferat und Podiumsdiskussion..

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