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 Worum geht es?

Bibellesen ist genauso wichtig wie essen. Schließlich sagt Jesus: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht“ (Mt 4,4). Doch leider ist es nicht so einfach. Oder doch? Vielleicht, wenn man es gemeinschaftlich versucht?!

Wir als EFG Borken wollen in einem Jahr gemeinsam das ganze Neue Testament lesen! Dazu nehmen wir uns vom 1. September 2019 bis zum 31. August 2020 an 5 Tagen der Woche jeweils 5 Minuten Zeit für ein Kapitel. Zur Vertiefung gibt es 5 Wege, sich mit dem gelesenen Text auseinanderzusetzen.

Warum sollte ich mitmachen?

Es gibt viele gute Gründe, regelmäßig die Bibel zu lesen und sich dieser Aktion anzuschließen:

  1. Gott erkennen und Gemeinschaft mit ihm erfahren

Die Bibel ist Gottes Wort, das heißt seine einzigartige Mitteilung an uns. Gott offenbart (zeigt) sich dadurch den Menschen und er redet dadurch auch ganz persönlich zu dir. Wenn du Gott erkennen und eine intensive Beziehung zu ihm haben willst, musst du ihn zu dir reden lassen und auf sein Wort hören.

  1. Jesus ist das Wort

Am Anfang des Johannesevangeliums heißt es über Jesus, dass er das fleischgewordene Wort Gottes ist. Jesus und die Bibel sind untrennbar eins. Du kannst Jesus nur annehmen und lieben, wenn du die Bibel annimmst und liebst. Mehr Bibel im Leben, bedeutet mehr Jesus im Leben.

  1. Die Bibel ist vom Heiligen Geist

Der Heilige Geist ist nicht wie ein Gespenst, das irgendwo geheimnisvoll umherhuscht. Nein, der Heilige Geist hat uns etwas ganz Handfestes gegeben: Er hat die Bibel „inspiriert“, das heißt die Schreiber der Bibel 100% geleitet, so dass sie Gottes Worte an uns – unter Verwendung ihres persönlichen Stils und ihrer Eigenheiten – zuverlässig aufschreiben konnten. Wollen wir vom Heiligen Geist geleitet und erfüllt sein, müssen wir uns von der Bibel leiten und erfüllen lassen.

  1. Die Bibel ist Gottes Nahrung für uns

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht“ (Mt 4,4). Die Bibel ist die Nahrung für unsere Seele. Ohne sie verhungern wir geistlich oder erleiden schwere Mangelerscheinungen.

  1. Die Bibel ist Gottes Licht für uns

Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege“ (Ps 119,105). Ohne Bibel tappen wir im Dunkeln und gehen in die Irre, was den Sinn und das Ziel unseres Lebens betrifft. Mit der Bibel haben wir den Durchblick für unser Leben.

  1. Die Bibel ist Gottes Kraft für uns

An vielen Stellen sagt die Bibel, dass Gottes Wort ungeheure Kraft hat (z.B. Jer 23,29). So rief Gott allein durch sein Wort das ganze Universum ins Dasein. Wir selbst können uns nicht zum Guten verändern, aber Gottes Wort kann das bewirken.

Wie kann ich mitmachen?

Es wird einen Bibelleseplan (Klick zur Downloadseite) geben, der uns vom 1. September 2019 bis zum 31. August 2020 auf abwechslungsreiche Weise durch das gesamte Neue Testament führt.

Nimm dir einen solchen Plan, deine Bibel und einen Stift und schon bist du vorbereitet. Reserviere fortan 5 Minuten in deinem Alltag für die Bibellese und – am wichtigsten – leg einfach los!

Wenn du möchtest und es dir hilft dranzubleiben, kannst du dich auch für unseren WhatsApp-Newsletter anmelden. Schicke dazu einfach eine kurze Textnachricht (z.B. „Hallo“) an die 01522 – 67 04 727 und speichere diese Nummer unter deinen Kontakten ab. In Zukunft erhältst du dann die Bibeltexte täglich zugeschickt (und wirst so an das Lesen erinnert) und hin und wieder die oder andere hilfreiche Information.

Auch auf unserer Internetseite wird es von Zeit zu Zeit neue Informationen zur Aktion geben.

Wie kann ich die Aktion noch unterstützen?

  • Mach anderen Mut, ebenfalls bei der Aktion mitzumachen!
  • Tauscht euch regelmäßig in euren Hauskreisen oder in einer Zweierschaft über eure Erfahrungen beim Bibellesen aus!
  • Berichte im Zeugnisteil unserer Gottesdienste von deinen Erlebnissen mit Gottes Wort!
  • Such das Gespräch mit anderen Mitlesern am Bibeltreff im Gemeindecafé
  • Bete, dass die Aktion gelingt und viele genug Motivation und Durchhaltevermögen haben!

 


Das Markusevangelium

Das Markusevangelium ist das kürzeste – und wie viele meinen älteste – der vier Evangelien. Es ist nach seinem Autor, Markus, benannt. Markus – eigentlich Johannes Markus – war zwar kein Apostel, aber er wohnte in Jerusalem und war den Aposteln bekannt (Apg 12,12). Auf der ersten Missionsreise begleitete er als Mitarbeiter Paulus und Barnabas zunächst, verließ sie dann aber wieder (Apg 13,13). Als sich Barnabas und Paulus über die weitere Mitarbeit des Markus stritten und sich wegen dieser Meinungsverschiedenheit trennten, ging Markus mit Barnabas nach Zypern (Apg 15,39). Später arbeitete Markus wieder mit Paulus zusammen und lernte Lukas kennen, der auch ein Mitarbeiter des Paulus war (Kol 4,10.14). Die altkirchliche Überlieferung berichtet uns außerdem davon, dass Markus auch eng mit Petrus (und zwar als dessen Dolmetscher) zusammenarbeitete. Viele Forscher nehmen darum an, dass das Markusevangelium zu großen Teilen auf Petrus Berichte und Erzählungen über das Leben Jesu zurückgeht. Wenn man um die enge Zusammenarbeit von Petrus und Markus weiß, verwundert es auch nicht, dass Petrus Markus „meinen Sohn“ (1Petr 5,13) nennt.

Das Markusevangelium lässt sich in zwei Hauptteile gliedern: Der erste Hauptteil 1,16-8,26 stellt die einzigartige Vollmacht Jesu durch seine Wunder und Lehre heraus. Dieser Hauptteil berichtet hauptsächlich von Jesu Dienst in Galiläa. Der zweite Hauptteil 8,27-16,20 beginnt bemerkenswerter Weise mit dem Bekenntnis des Petrus („Du bist der Christus“, vgl. 8,29). In diesem Hauptteil werden Zweifel an der Vollmacht Jesu thematisiert. Aber schließlich wird deutlich, dass Jesus gerade durch sein Leiden und Auferstehen seine Vollmacht eindrücklich bestätigt. Geographisch finden die meisten Ereignisse dieses Hauptteils auf dem Weg nach Jerusalem bzw. in Jerusalem selbst statt.

Insgesamt ist Markusevangelium ausdrücklich an eine heidnische – im speziellen römische – Leserschaft gerichtet, denn der Evangelist erklärt und übersetzt viele jüdische Gewohnheiten bzw. Begriffe. Markus‘ Ziel ist es, seiner Leserschaft Jesus Christus als den treuen und vollkommenen Knecht Gottes darzustellen, der bedingungslos tut, wozu Gott ihn berufen hat. Dementsprechend betont Markus in seinem Evangelium die Taten Jesu und überliefert deutlich weniger Reden Jesu, als die anderen Evangelien. Durch das Markusevangelium sollten besonders römisch-geprägte Menschen zum Glauben an Jesus kommen (wie der Hauptmann in Mk 15,39), aber auch römisch-geprägte Christen im Glauben erbaut werden und lernen, wie sie Jesus im Vertrauen dienen können. Daraus ergeben sich auch zwei Leitfragen für uns, wenn wir dieses Evangelium lesen:

  1. Wie zeigt sich Jesus hier als der treue Diener Gottes?
  2. Wie kann ich im Vertrauen auf Jesus Gott treu dienen?

Schlüsselvers: „Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, daß er sich dienen lasse, sondern daß er diene und sein Leben gebe als Lösegeld für viele.“  (MK 10,45)


Die Apostelgeschichte

Die Apostelgeschichte schildert die Entstehung der Gemeinde Jesu,  sowie ihr Zeugnis gegenüber ihrer Umwelt und ihr erstaunliches Wachstum. Dieses Buch macht die Kontinuität und Verbindung vom Leben und Dienst Jesu einerseits zum Leben und Dienst der Gemeinde andererseits deutlich. Dass die Sache Jesu in der Form der christlichen Gemeinde weiterlebt, ist kein historischer Zufall oder gar Irrweg, sondern von Gott so geführt. Insofern baut die Apostelgeschichte auch eine Brücke zwischen den Evangelien und den Briefen des Neuen Testaments. Durch die Apostelgeschichten sollen Gemeinden (bis zum heutigen Tage) ermutigt werden, in der Kraft des Heiligen Geistes, Zeugnis für Jesus abzulegen.

Die Apostelgeschichte ist der zweite Teil des sogenannten lukanischen (d.h. von Lukas geschriebenen) Doppelwerks. Woher wissen wir das? Sowohl das Lukasevangelium als auch die Apostelgeschichte ist an Theophilus adressiert (vgl. Lk 1,3 + Apg 1,1). Beide Bücher müssen also von demselben Autor stammen. Aufgrund der sogenannten „Wir“-Stellen in der Apostelgeschichte (Apg 16,10-16, 20,5-21,18, 27,1-28,16) können wir schließen, dass der Verfasser ein enger Mitarbeiter von Paulus war. Dafür kommt am ehesten Lukas, „der geliebte Arzt“ (Kol 4,14) infrage, der bei Paulus war als dieser den Kolosserbrief schrieb und später seinen Märtyrertod erwartete (2Tim 4,6-8.11). Auch die altkirchliche Überlieferung nennt seit frühesten Zeiten diesen Lukas als den Autor der Apostelgeschichte.

Vom Aufbau lässt sich die Apostelgeschichte in drei Teile gliedern: Apg 1,1-8,3 beschreibt das Zeugnis der Urgemeinde Jerusalem. Hier lesen wir von Geburt und Wachstum der Gemeinde Jesu, aber auch schon von Verfolgungen und Anfechtungen. Apg 8,4-12,25 schildert das Zeugnis der Urgemeinde zu Judäa, Samarien und Syrien. In diesen Kapiteln lesen wir, wie sich der christliche Glaube weiter ausbreitet. U.a. wird uns der Dienst von Philppus und Petrus nähergebracht, aber auch die Bekehrung des Paulus. Im dritten großen Hauptteil in Apg 13,1-28,31 wird uns das Zeugnis der Urgemeinde zu Kleinasien, Griechenland und bis Rom berichtet. Die Botschaft von Jesus zieht also weiter Kreise, die organisierte Missionsarbeit beginnt (vor allem durch Paulus und seine drei Missionsreisen). Die Apostelgeschichte endet in der damaligen Weltstadt Rom. Gott hat durch Paulus – der zwar unter Hausarrest steht – das Evangelium bis ins Herz des Römischen Reiches gebracht. Entsprechend schließt die Apostelgeschichte mit den Worten: 30 Paulus aber blieb zwei volle Jahre in seiner eigenen Wohnung und nahm alle auf, die zu ihm kamen,  31 predigte das Reich Gottes und lehrte von dem Herrn Jesus Christus mit allem Freimut ungehindert.“ (Apg 28,30-31)

Neben Gemeinde und Mission gibt es noch andere Themen, die in der Apostelgeschichte stark betont werden: So spricht Lukas 54 Mal vom Heiligen Geist. Es fällt ferner auf, wie zentral die Auferstehung Jesu im Mittelpunkt der Verkündigung in der Apostelgeschichte stet und welch entscheidende Rolle auch dem Thema Gebet gewidmet wird. Entsprechend können wir uns bei der Lektüre der Apostelgeschichte fragen:

  1. Was lernen wir hier über Gemeinde und Mission?
  2. Welche Rolle spielt hier der Heilige Geist?
  3. Was bewirkt an dieser Stelle eigentlich das Gebet?

Schlüsselvers: „Aber ihr werdet die Kraft des heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde.“ (Apg 1,8)

 

Vernetzt im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) in Deutschland K.d.ö.R.

Wir sind Mitglied im Bund Evangelisch Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland K.d.ö.R.


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