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 Worum geht es?

Bibellesen ist genauso wichtig wie essen. Schließlich sagt Jesus: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht“ (Mt 4,4). Doch leider ist es nicht so einfach. Oder doch? Vielleicht, wenn man es gemeinschaftlich versucht?!

Wir als EFG Borken wollen in einem Jahr gemeinsam das ganze Neue Testament lesen! Dazu nehmen wir uns vom 1. September 2019 bis zum 31. August 2020 an 5 Tagen der Woche jeweils 5 Minuten Zeit für ein Kapitel. Zur Vertiefung gibt es 5 Wege, sich mit dem gelesenen Text auseinanderzusetzen.

Warum sollte ich mitmachen?

Es gibt viele gute Gründe, regelmäßig die Bibel zu lesen und sich dieser Aktion anzuschließen:

  1. Gott erkennen und Gemeinschaft mit ihm erfahren

Die Bibel ist Gottes Wort, das heißt seine einzigartige Mitteilung an uns. Gott offenbart (zeigt) sich dadurch den Menschen und er redet dadurch auch ganz persönlich zu dir. Wenn du Gott erkennen und eine intensive Beziehung zu ihm haben willst, musst du ihn zu dir reden lassen und auf sein Wort hören.

  1. Jesus ist das Wort

Am Anfang des Johannesevangeliums heißt es über Jesus, dass er das fleischgewordene Wort Gottes ist. Jesus und die Bibel sind untrennbar eins. Du kannst Jesus nur annehmen und lieben, wenn du die Bibel annimmst und liebst. Mehr Bibel im Leben, bedeutet mehr Jesus im Leben.

  1. Die Bibel ist vom Heiligen Geist

Der Heilige Geist ist nicht wie ein Gespenst, das irgendwo geheimnisvoll umherhuscht. Nein, der Heilige Geist hat uns etwas ganz Handfestes gegeben: Er hat die Bibel „inspiriert“, das heißt die Schreiber der Bibel 100% geleitet, so dass sie Gottes Worte an uns – unter Verwendung ihres persönlichen Stils und ihrer Eigenheiten – zuverlässig aufschreiben konnten. Wollen wir vom Heiligen Geist geleitet und erfüllt sein, müssen wir uns von der Bibel leiten und erfüllen lassen.

  1. Die Bibel ist Gottes Nahrung für uns

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht“ (Mt 4,4). Die Bibel ist die Nahrung für unsere Seele. Ohne sie verhungern wir geistlich oder erleiden schwere Mangelerscheinungen.

  1. Die Bibel ist Gottes Licht für uns

Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege“ (Ps 119,105). Ohne Bibel tappen wir im Dunkeln und gehen in die Irre, was den Sinn und das Ziel unseres Lebens betrifft. Mit der Bibel haben wir den Durchblick für unser Leben.

  1. Die Bibel ist Gottes Kraft für uns

An vielen Stellen sagt die Bibel, dass Gottes Wort ungeheure Kraft hat (z.B. Jer 23,29). So rief Gott allein durch sein Wort das ganze Universum ins Dasein. Wir selbst können uns nicht zum Guten verändern, aber Gottes Wort kann das bewirken.

Wie kann ich mitmachen?

Es wird einen Bibelleseplan (Klick zur Downloadseite) geben, der uns vom 1. September 2019 bis zum 31. August 2020 auf abwechslungsreiche Weise durch das gesamte Neue Testament führt.

Nimm dir einen solchen Plan, deine Bibel und einen Stift und schon bist du vorbereitet. Reserviere fortan 5 Minuten in deinem Alltag für die Bibellese und – am wichtigsten – leg einfach los!

Wenn du möchtest und es dir hilft dranzubleiben, kannst du dich auch für unseren WhatsApp-Newsletter anmelden. Schicke dazu einfach eine kurze Textnachricht (z.B. „Hallo“) an die 01522 – 67 04 727 und speichere diese Nummer unter deinen Kontakten ab. In Zukunft erhältst du dann die Bibeltexte täglich zugeschickt (und wirst so an das Lesen erinnert) und hin und wieder die oder andere hilfreiche Information.

Auch auf unserer Internetseite wird es von Zeit zu Zeit neue Informationen zur Aktion geben.

Wie kann ich die Aktion noch unterstützen?

  • Mach anderen Mut, ebenfalls bei der Aktion mitzumachen!
  • Tauscht euch regelmäßig in euren Hauskreisen oder in einer Zweierschaft über eure Erfahrungen beim Bibellesen aus!
  • Berichte im Zeugnisteil unserer Gottesdienste von deinen Erlebnissen mit Gottes Wort!
  • Such das Gespräch mit anderen Mitlesern am Bibeltreff im Gemeindecafé
  • Bete, dass die Aktion gelingt und viele genug Motivation und Durchhaltevermögen haben!

 


Das Markusevangelium

Das Markusevangelium ist das kürzeste – und wie viele meinen älteste – der vier Evangelien. Es ist nach seinem Autor, Markus, benannt. Markus – eigentlich Johannes Markus – war zwar kein Apostel, aber er wohnte in Jerusalem und war den Aposteln bekannt (Apg 12,12). Auf der ersten Missionsreise begleitete er als Mitarbeiter Paulus und Barnabas zunächst, verließ sie dann aber wieder (Apg 13,13). Als sich Barnabas und Paulus über die weitere Mitarbeit des Markus stritten und sich wegen dieser Meinungsverschiedenheit trennten, ging Markus mit Barnabas nach Zypern (Apg 15,39). Später arbeitete Markus wieder mit Paulus zusammen und lernte Lukas kennen, der auch ein Mitarbeiter des Paulus war (Kol 4,10.14). Die altkirchliche Überlieferung berichtet uns außerdem davon, dass Markus auch eng mit Petrus (und zwar als dessen Dolmetscher) zusammenarbeitete. Viele Forscher nehmen darum an, dass das Markusevangelium zu großen Teilen auf Petrus Berichte und Erzählungen über das Leben Jesu zurückgeht. Wenn man um die enge Zusammenarbeit von Petrus und Markus weiß, verwundert es auch nicht, dass Petrus Markus „meinen Sohn“ (1Petr 5,13) nennt.

Das Markusevangelium lässt sich in zwei Hauptteile gliedern: Der erste Hauptteil 1,16-8,26 stellt die einzigartige Vollmacht Jesu durch seine Wunder und Lehre heraus. Dieser Hauptteil berichtet hauptsächlich von Jesu Dienst in Galiläa. Der zweite Hauptteil 8,27-16,20 beginnt bemerkenswerter Weise mit dem Bekenntnis des Petrus („Du bist der Christus“, vgl. 8,29). In diesem Hauptteil werden Zweifel an der Vollmacht Jesu thematisiert. Aber schließlich wird deutlich, dass Jesus gerade durch sein Leiden und Auferstehen seine Vollmacht eindrücklich bestätigt. Geographisch finden die meisten Ereignisse dieses Hauptteils auf dem Weg nach Jerusalem bzw. in Jerusalem selbst statt.

Insgesamt ist Markusevangelium ausdrücklich an eine heidnische – im speziellen römische – Leserschaft gerichtet, denn der Evangelist erklärt und übersetzt viele jüdische Gewohnheiten bzw. Begriffe. Markus‘ Ziel ist es, seiner Leserschaft Jesus Christus als den treuen und vollkommenen Knecht Gottes darzustellen, der bedingungslos tut, wozu Gott ihn berufen hat. Dementsprechend betont Markus in seinem Evangelium die Taten Jesu und überliefert deutlich weniger Reden Jesu, als die anderen Evangelien. Durch das Markusevangelium sollten besonders römisch-geprägte Menschen zum Glauben an Jesus kommen (wie der Hauptmann in Mk 15,39), aber auch römisch-geprägte Christen im Glauben erbaut werden und lernen, wie sie Jesus im Vertrauen dienen können. Daraus ergeben sich auch zwei Leitfragen für uns, wenn wir dieses Evangelium lesen:

  1. Wie zeigt sich Jesus hier als der treue Diener Gottes?
  2. Wie kann ich im Vertrauen auf Jesus Gott treu dienen?

Schlüsselvers: „Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, daß er sich dienen lasse, sondern daß er diene und sein Leben gebe als Lösegeld für viele.“  (MK 10,45)


Die Apostelgeschichte

Die Apostelgeschichte schildert die Entstehung der Gemeinde Jesu,  sowie ihr Zeugnis gegenüber ihrer Umwelt und ihr erstaunliches Wachstum. Dieses Buch macht die Kontinuität und Verbindung vom Leben und Dienst Jesu einerseits zum Leben und Dienst der Gemeinde andererseits deutlich. Dass die Sache Jesu in der Form der christlichen Gemeinde weiterlebt, ist kein historischer Zufall oder gar Irrweg, sondern von Gott so geführt. Insofern baut die Apostelgeschichte auch eine Brücke zwischen den Evangelien und den Briefen des Neuen Testaments. Durch die Apostelgeschichten sollen Gemeinden (bis zum heutigen Tage) ermutigt werden, in der Kraft des Heiligen Geistes, Zeugnis für Jesus abzulegen.

Die Apostelgeschichte ist der zweite Teil des sogenannten lukanischen (d.h. von Lukas geschriebenen) Doppelwerks. Woher wissen wir das? Sowohl das Lukasevangelium als auch die Apostelgeschichte ist an Theophilus adressiert (vgl. Lk 1,3 + Apg 1,1). Beide Bücher müssen also von demselben Autor stammen. Aufgrund der sogenannten „Wir“-Stellen in der Apostelgeschichte (Apg 16,10-16, 20,5-21,18, 27,1-28,16) können wir schließen, dass der Verfasser ein enger Mitarbeiter von Paulus war. Dafür kommt am ehesten Lukas, „der geliebte Arzt“ (Kol 4,14) infrage, der bei Paulus war als dieser den Kolosserbrief schrieb und später seinen Märtyrertod erwartete (2Tim 4,6-8.11). Auch die altkirchliche Überlieferung nennt seit frühesten Zeiten diesen Lukas als den Autor der Apostelgeschichte.

Vom Aufbau lässt sich die Apostelgeschichte in drei Teile gliedern: Apg 1,1-8,3 beschreibt das Zeugnis der Urgemeinde Jerusalem. Hier lesen wir von Geburt und Wachstum der Gemeinde Jesu, aber auch schon von Verfolgungen und Anfechtungen. Apg 8,4-12,25 schildert das Zeugnis der Urgemeinde zu Judäa, Samarien und Syrien. In diesen Kapiteln lesen wir, wie sich der christliche Glaube weiter ausbreitet. U.a. wird uns der Dienst von Philppus und Petrus nähergebracht, aber auch die Bekehrung des Paulus. Im dritten großen Hauptteil in Apg 13,1-28,31 wird uns das Zeugnis der Urgemeinde zu Kleinasien, Griechenland und bis Rom berichtet. Die Botschaft von Jesus zieht also weiter Kreise, die organisierte Missionsarbeit beginnt (vor allem durch Paulus und seine drei Missionsreisen). Die Apostelgeschichte endet in der damaligen Weltstadt Rom. Gott hat durch Paulus – der zwar unter Hausarrest steht – das Evangelium bis ins Herz des Römischen Reiches gebracht. Entsprechend schließt die Apostelgeschichte mit den Worten: 30 Paulus aber blieb zwei volle Jahre in seiner eigenen Wohnung und nahm alle auf, die zu ihm kamen,  31 predigte das Reich Gottes und lehrte von dem Herrn Jesus Christus mit allem Freimut ungehindert.“ (Apg 28,30-31)

Neben Gemeinde und Mission gibt es noch andere Themen, die in der Apostelgeschichte stark betont werden: So spricht Lukas 54 Mal vom Heiligen Geist. Es fällt ferner auf, wie zentral die Auferstehung Jesu im Mittelpunkt der Verkündigung in der Apostelgeschichte stet und welch entscheidende Rolle auch dem Thema Gebet gewidmet wird. Entsprechend können wir uns bei der Lektüre der Apostelgeschichte fragen:

  1. Was lernen wir hier über Gemeinde und Mission?
  2. Welche Rolle spielt hier der Heilige Geist?
  3. Was bewirkt an dieser Stelle eigentlich das Gebet?

Schlüsselvers: „Aber ihr werdet die Kraft des heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde.“ (Apg 1,8)

 


 Der Hebräerbrief

Der Hebräerbrief ist das einzige Buch des Neuen Testaments, dessen Autor uns unbekannt ist. (Obwohl es in der Kirchengeschichte nicht an Vorschlägen gemangelt hat. So wurden z.B. Paulus, Barnabas, Lukas oder Apollos als Autoren vermutet). Dass der Hebräerbrief sich ganz eindeutig an eine überwiegend judenchristliche Leserschaft richtet, merkt man schon beim flüchtigen Lesen an den vielen Bezügen zum Alten Testament. So werden nicht nur wichtige Personen wie Mose, Aaron, Abraham, Josua, Gideon und viele andere genannt, auch der mosaische Bund und das alttestamentliche Opfersystem spielen für den Inhalt des Briefes eine bedeutende Rolle. Vermutlich wurde der Hebräerbrief ungefähr in den 60er Jahren des ersten Jahrhunderts geschrieben. Zum Abfassungszeitpunkt gab es jedenfalls noch den Tempel in Jerusalem (vgl. Hebr 10,11; 13,10-11) der 70 n. Chr. zerstört wurde, auf der anderen Seite nahm die Verfolgung der christlichen Gemeinde inzwischen zu.

Der Hebräerbrief ist in zwei große Teile zu gliedern: Im ersten Hauptteil (Hebr 1,1-10,18) macht der Verfasser die Größe, Erhabenheit und Einzigartigkeit von Jesus Christus deutlich. Er tut das, indem er Jesus Christus einerseits mit den Engeln vergleicht (Hebr 1,5-2,18) und ihn andererseits mit dem irdischen Opfersystem (Hebr 4,14-10,18) in Beziehung setzt. Beides übertrifft Jesus Christus bei weitem! Während der erste Hauptteil eher erklärenden bzw. lehrenden Charakter hat, zielt der zweite Hauptteil (Hebr 10,19-13,25) auf die Umsetzung ab. Um seine Leser zur ermutigen, führt der Autor in diesem Hauptteil das positive Beispiel der alttestamentlichen Gläubigen an (Hebr 11), erinnert daran, wie Jesus treu blieb (Hebr 12,1-2) und gibt auch zahlreiche praktische Hinweise (Hebr 12,28-13,19).

Das große Anliegen des Hebräerbriefes ist es, seine Leser davon abzubringen Jesus Christus zu verlassen und wieder in die alte Ordnung des Mose-Bundes zurückzukehren. Aus diesem Grund wird immer wieder betont, wie viel besser/erhabener Christus doch ist (Hebr 1,4; 6,9; 7,7.19.22; 8,6; 9,23; 10,34; 11,16.35.40; 12,24). Aus demselben Grund gibt es im Brief aber auch an mehreren Stelle ernste Warnungen (Hebr 2,1-4; 4,11-13; 6,4-8; 10,26-31; 12,25-27). Bei der Lektüre des Hebräerbriefes lohnt es zu fragen:

  1. Was lerne ich hier über die Einzigartigkeit Jesu Christi?
  2. Wie hilft mir das, was ich über Jesus gelernt und erkannte habe, treu an meinem Glauben an ihn festzuhalten? Wie kann ich andere ermutigen, das ebenso zu tun?

Schlüsselvers: Weil wir denn einen großen Hohenpriester haben, Jesus, den Sohn Gottes, der die Himmel durchschritten hat, so laßt uns festhalten an dem Bekenntnis.“ (Hebr 4,14)


 Der Galaterbrief

Der Galaterbrief war Martin Luthers Lieblingsbrief. Von ihm sagte er: „Der Brief an die Galater ist mein Epistelchen (d.h. Brief), dem ich mich anvertraut habe; er ist meine Käthe von Bora“ Dieser Brief war ihm so lieb und so ans Herz gewachsen wie seine Frau Käthe von Bora. Warum? Nun, weil in diesem Brief der Apostel Paulus voller Leidenschaft davon schreibt und dafür kämpft, was Luthers Kernanliegen war: das eine Evangelium von Jesus Christus, dass allein durch Gnade rettet.

Die Gemeinde in Galatien wurde durch den Apostel Paulus gegründet (Apg 13,13ff – ein zweiter Besuch des Apostels wird in Apg 15,36ff geschildert). Neben einigen Judenchristen bestand die Gemeinde vor allen Dingen auch aus Heidenchristen. Nur wenige Jahre nach der Gründung dieser Gemeinde, sah sich Paulus veranlasst, den Geschwistern dort einen warnenden und im Tonfall recht scharfen Brief zu senden. Vermutlich verfasste Paulus diesen Brief ca. 53 n. Chr. während er sich auf der 3. Missionsreise in Ephesus befand. Damit gehört der Galaterbrief zu den ältesten Paulusbriefen.

Welches Problem hatte Paulus nun zur Abfassung dieses Briefes getrieben? Anscheinend hatten sich einige Personen in die Gemeinde eingeschlichen, die den Galatern sagten, dass sich Gläubige beschneiden und an das Gesetz des Mose halten sollten. Paulus antwortet unmissverständlich: O ihr unverständigen Galater! Wer hat euch bezaubert, denen doch Jesus Christus vor die Augen gemalt war als der Gekreuzigte?  2 Das allein will ich von euch erfahren: Habt ihr den Geist empfangen durch des Gesetzes Werke oder durch die Predigt vom Glauben?  3 Seid ihr so unverständig? Im Geist habt ihr angefangen, wollt ihr's denn nun im Fleisch vollenden?“ (Gal 3,1-3) Für Paulus war eine solche Lehre nicht nur ein kleiner, nebensächlicher Irrtum. Nein, er sah darin den Kern des Evangeliums gefährdet! Dass nämlich die Erlösung, aber auch die Heiligung, allein durch den Glauben an Jesus Christus durch Gottes Gnade geschenkt wird. Paulus wird deutlich: „Denn die aus den Werken des Gesetzes leben, die sind unter dem Fluch. Denn es steht geschrieben: »Verflucht sei jeder, der nicht bleibt bei alledem, was geschrieben steht in dem Buch des Gesetzes, daß er's tue!«  11 Daß aber durchs Gesetz niemand gerecht wird vor Gott, ist offenbar; denn »der Gerechte wird aus Glauben leben«“ (Gal 3,10f). Weil Paulus das Heil seiner Leser ernsthaft gefährdet sieht, darum also fordert er sie so entschieden auf, von dieser Lehre wieder Abstand zu nehmen und zum einen, wahren Evangelium (Gal 1,6ff) zurückzukehren.

Wie viele Paulusbriefe, so besteht auch der Galaterbrief aus zwei Hauptteilen. Im ersten lehrhaften Teil (Kap. 1-4) betont Paulus die Einzigartigkeit des wahren Evangeliums (1,1-10), gibt Einblick in seine Biographie und seinen Dienst (1,11-2,21) und legt scharfsinnig dar, auf welche Abwege derjenige gerät, der sich der Lehre der falschen Lehrer (3,1-4,32) anschließt. Der zweite Hauptteil (Kap. 5-6) ist praktisch orientiert. Paulus erklärt, welche Freiheit das Evangelium schenkt (5,1-15) und was es bedeutet „im Geist“ zu leben (5,16-26). Abschließend gibt er Hinweise für ein von der Liebe geprägtes Miteinander (6,1-18).

Bei der Lektüre des Galaterbriefes sollten wir folgende Fragen im Hinterkopf haben:

  1. Was lerne ich hier über die Einzigartigkeit des Evangeliums?
  2. Warum hat das Evangelium – durch die Gnade gerettet zu sein – eigentlich echte Kraft uns zu verändern? Und wie kann ich das noch mehr erleben, ohne in eine neue Gesetzlichkeit zurückzufallen?

Schlüsselvers:Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen! (Gal 5,1)


 Der Jakobusbrief

Es ist kein Zufall, dass in unserem Bibelleseplan auf den Galaterbrief der Jakobusbrief folgt. Während im erstgenannten Brief die Erlösung allein durch den Glauben an Jesus Christus durch Gottes Gnade betont wird, setzt der Jakobusbrief einen anderen Schwerpunkt. Dieser Brief will uns deutlich machen, dass echter Glaube sich im persönlichen Leben durch gute Taten erweist. Aufgrund dieser unterschiedlichen Schwerpunkte haben manchmal Menschen einen Widerspruch zwischen beiden Briefen konstruiert. Dies ist allerdings nur ein scheinbarer Widerspruch, denn auch Paulus betont im Galaterbrief, dass dem Glauben gute Werken nachfolgen werden (Gal 5,22ff) und auch der Autor des Jakobusbriefs setzt Gottes gnädiges Wirken in der Erlösung voraus (Jak 1,18). Die Wahrheit ist also, dass wir Menschen die Botschaft beider Briefe brauchen. Wir brauchen den Galaterbrief, der uns so entschlossen zuruft, dass die Rettung allein durch Gnade kommt, damit wir nicht der Illusion verfallen, uns selbst retten zu können. Und wir brauchen die Botschaft des Jakobusbriefs, dass echter Glaube auch Früchte hervorbringt (so übrigens schon Jesus in Mt 7,16), damit wir nicht dem Irrtum der „billigen Gnade“ auf den Leim gehen. Es gibt eben immer zwei Gefahren: Gesetzlichkeit („Das Heil hängt an meinen guten Taten) und Gesetzlosigkeit („Mein Handeln spielt keine Rolle“).

Als Verfasser des Jakobusbriefs wird „Jakobus, ein Knecht Gottes und des Herrn Jesus Christus“ (Jak 1,1a) genannt. Nun war Jakobus ein häufiger Name und kommt auch im NT mehrfach vor. Viel spricht dafür, dass wir es hier mit Jakobus, dem Halbbruder Jesu (vgl. Mt 13,55) zu tun haben. Er war zunächst ungläubig (Joh 7,5), ist aber offenbar nach der Auferstehung Jesu gläubig geworden und wurde nach Gal 1,19 sogar zu den Aposteln gerechnet. Ferner war er mit Johannes und Petrus einer der Leiter der Jerusalemer Urgemeinde (Gal 2,9) geworden. Jakobus schreibt seinen Brief „an die zwölf Stämme in der Zerstreuung“ (Jak 1,1b). Mit dieser Formulierung sind Christen jüdischer Herkunft gemeint, die fern vom heiligen Land lebten. Man möge auch bedenken, dass zu Pfingsten als Petrus die erste große christliche Predigt hielt, zahlreiche Juden aus allen möglichen Ländern (Apg 2,9-11) zugegen waren. Manche, die Petrus Predigt hörten, kamen durch sie zum Glauben und nahmen diesen neuen Glauben nun auch mit in ihre Heimatorte. Die Christen an die Jakobus schreibt, könnten möglicherweise so von Jesus erfahren haben. Der Jakobusbrief ist vermutlich sehr früh – Mitte der 40er Jahre – entstanden und wahrscheinlich damit das älteste Buch im NT überhaupt. Wir sehen das daran, dass der Brief keine Probleme behandelt, die erst im Zuge der später angelaufenen Heidenmission (Apg 15) entstanden. Viel mehr dreht sich der Brief um grundlegende Dinge des christlichen Lebens, wie z.B. Freude in Anfechtung, Demut, Gebetserhörung, Barmherzigkeit, das Problem des Zorns uvm. Da diese Themen so allgemein und grundlegend sind, ist der Jakobusbrief für Christen aller Zeiten und Orte im höchsten Maße relevant!

Der Aufbau des Jakobusbriefs ist relativ simpel: In Kapitel 1 dreht sich alles rund um das Thema Anfechtung. Es folgen in Kapitel 2,1-13 Gedanken darüber, dass Christen die Person nicht ansehen sollten. Schließlich geht es in 2,14-26 um die Werke der Gerechtigkeit, in Kapitel 3 um die Kontrolle der Zunge und in Kapitel 4 um den Sieg über Götzendienst. Im letzten Kapitel 5 fordert der Autor zu Geduld – auch im Leiden – auf.

Bei der Lektüre des Jakobusbriefs sollten wir folgende Fragen im Hinterkopf haben:

  1. Welche der im Jakobusbrief genannten konkreten Probleme betreffen mich besonders?
  2. Welchen Rat gibt der Brief mir in Bezug auf diese Probleme? Wie will ich diesen Rat in meinem Alltag umsetzen?

Schlüsselvers:Denn wie der Leib ohne Geist tot ist, so ist auch der Glaube ohne Werke tot. (Jak 2,26)


 Das Matthäusevangelium

Das Matthäusevangelium wurde vermutlich von Matthäus, dem Jünger Jesu, Ende der 60er Jahre verfasst. Vor seiner Berufung (vgl. Mt 9,9-13) war Matthäus ein Zöllner gewesen. Das Ziel des Mt ist es – besonders einer Leserschaft jüdischen Hintergrunds – Jesus als den verheißenen Messias darzustellen. Dies wird an den zahlreichen Zitaten aus dem AT deutlich. Die Leser sollen begreifen, dass Jesus von Nazareth tatsächlich derjenige ist, der vollkommen erfüllt, was die alttestamentlichen Schriften über den Messias vorausgesagt haben. (Bemerkenswert ist z.B. die immer wiederkehrende Formulierung „damit erfüllt würde“, vgl. Mt 1,22, 2,15, 2,23, 4,14, 8,17, 12,17, 13,35, 21,4, 26,56.)

Das Mt lässt sich wie folgt gliedern:

Kap. 1-4 berichten von der Vorgeschichte des Messias: seine Herkunft, die Vorbereitung auf ihn und seine persönliche Vorbereitung. Im nächsten Teil in Kap. 5-7, der sogenannten Bergpredigt, predigt der Messias die von ihm verlangte „bessere“ Gerechtigkeit (vgl. Mt 5,20). Jesus verschärft im Folgenden in mehreren Antithesen die Forderung des Gesetzes, das nicht nur äußerlich, sondern vom Herzen her erfüllt werden soll. Am Ende steht die radikale Folgerung: Darum sollt ihr vollkommen sein, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist.“ (Mt 5,48). In Kap. 8-10 stellt der Verfasser durch Heilungen und andere Wunder die überragende Autorität des Messias dar. Jesus ist nicht nur der Messias des Wortes, sondern auch der Tat. Danach, in Kap. 11-23, wird uns berichtet wie sich die Stimmung im Volk langsam dreht und Jesus, der Messias, von weiten Teilen des Volkes abgelehnt wird. Es beginnt in Kap. 11 mit der vorsichtigen Nachfrage Johannes des Täufers, den leise Zweifel an Jesus beschleichen, der aber offen ist, sich überzeugen zu lassen. Und es gipfelt nach vielen Diskussionen am Ende in Jesu Klage über Jerusalem: „Jerusalem, Jerusalem, die du tötest die Propheten und steinigst, die zu dir gesandt sind! Wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne ihre Küken versammelt unter ihre Flügel; und ihr habt nicht gewollt!“ (Mt 23,37) In Kap. 24-25 steht sodann die zukünftige Rückkehr des Messias im Mittelpunkt, auf die man stets vorbereitet sein sollte, da sie unerwartet sein würde. Schließlich wird in Kap. 26-27 das stellvertretende Leiden und Opfer des Messias berichtet, der sein Leben willentlich zur Erlösung aller Gläubigen hingibt. In Mt 28 wird schließlich von der sieghaften Auferstehung des Messias berichtet. Im sogenannten Missionsbefehl (Mt 28,16ff) werden noch einmal die wichtigsten Themen gebündelt: Jesus von Nazareth ist tatsächlich derjenige, dem Gott die Vollmacht über das ganze Universum gegeben hat. In dieser Vollmacht beauftragt er die die Gemeinde, alle Völker zu Jüngern zu machen, indem sie getauft und in Jesu Lehre unterwiesen werden.

Charakteristisch für Mt sind sechs große Reden Jesu, die vor allem seine Tätigkeit als Lehrer hervorheben. So finden wir in Kap. 5-7 mit der Bergpredigt die wohl bekannteste Rede Jesu überhaupt. Ferner gibt es in Kap. 10 die sogenannte Aussendungsrede, in Kap. 13 die Gleichnisrede, in Kap. 18 die Gemeinderede, in Kap. 23 die Weherufe gegen Schriftgelehrte und Pharisäer und schließlich in Kap. 24-25 die Endzeitrede. Der Evangelist betont diese Reden zudem noch zusätzlich, indem er sie stets mit einer ähnlich lautenden Wendung abschließt (Mt 7,28, 11,1, 13,53, 19,1, 26,1).

Bei der Lektüre des Matthäusevangeliums sollten wir folgende Fragen im Hinterkopf haben:

1.       Inwiefern erfüllt Jesus Verheißungen des Alten Testaments?

2.       Welcher Aspekt von Jesu Lehre fordert mich persönlich besonders heraus?

3.       Wie stehe ich persönlich zu Jesu, der im Matthäusevangelium, als der verheißene Messias beschrieben wird?

Schlüsselvers:Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.“ (Mt 6,33)


 Der Römerbrief

Der Römerbrief ist der längste und bedeutendste Brief des Neuen Testaments. In ihm legt der Apostel Paulus eine relativ systematische Darstellung „seines Evangeliums“ vor. Aus diesem Grund hat der Römerbrief in der Kirchengeschichte eine beeindruckende Wirkung erzielt. Für zahlreiche Theologen wie Augustinus, Martin Luther, Johannes Calvin oder auch John Wesley war dieses Brief von zentraler Bedeutung. So erkannte z.B. Martin Luther durch das Studium von Röm 1,16-17, dass allein Gottes Gnade und nicht die guten Werke den Menschen vor Gott gerecht sein lässt – der wesentliche Gedanke, der zum Anstoß für die ganze Reformation wurde.

Der Apostel Paulus verfasste diesen Brief vermutlich während seiner dritten Missionsreise aus der Hafenstadt Korinth im Jahr 57/58 aus. Dafür spricht die Erwähnung der Phöbe, die zusammen mit dem Brief unterwegs war (Röm 16,1-2) und im Dienst der Gemeinde in Kenchreä stand, der Hafenstadt bei Korinth. Mit dem Römerbrief wollte sich Paulus mitsamt seiner Lehre der Gemeinde in der Welthauptstadt Rom vorstellen. Er wollte ihnen erklären, warum er bisher noch nicht ihre Gemeinde besucht hatte (Röm 15,20-22), ihnen mitteilen, dass er dies vorhabe (Röm 15,23-24) und dass er auf ihre Unterstützung für eine Weiterreise nach Spanien hoffe (Röm 15,24).

Der Römerbrief lässt sich in sechs Teile gliedern:

  1. Der Briefanfang (Röm 1,1-17), in dem Paulus eine Einführung in das Thema seines Briefes gibt, mit dem markanten und programmatischen Abschluss in 1,16-17.
  2. Der Kern des Evangeliums: Rechtfertigung durch Glauben (Röm 1,18-4,25). Paulus verdeutlicht zunächst die universelle Herrschaft der Sünde über alle Menschen (1,18-3,20) und erklärt danach, wie Gott den Sünder durch Glauben rechtfertigt (3,21-31) und veranschaulicht dies dann am Beispiel Abrahams (4,1-25).
  3. Die Folgen des Evangeliums: Wachstum in der von Gott geschenkten Gerechtigkeit (Röm 5,1-8,39). Paulus erklärt, dass durch Jesus Christus echter Friede mit Gott möglich ist (Röm 5,1-21). Er verdeutlicht ferner, wie der Gläubige durch die Rechtfertigung aus der Gefangenschaft der Sünde befreit ist (Röm 6,1-23) und dass er nicht länger an das Gesetz gebunden ist (Röm 7,1-25). Dieser Hauptteil schließt damit ab, dass es nun gilt „im Geist“ zu leben (Röm 8,1-39), der neues Leben geschenkt hat und ebenso der Unterpfand für das zukünftige ewige Leben in Herrlichkeit ist.
  4. Das Evangelium und seine Beziehung zu Israel (Röm 9,1-11,36). Paulus erörtert die schwierige Frage, wie Gottes Geschichte mit Israel weitergehen wird, da er Israel einerseits Verheißungen gegeben hat, der Großteil Israels aber andererseits das Evangelium bisher abgelehnt hat.
  5. Die Veränderungen durch das Evangelium (Röm 12,1-15,13). In den letzten Kapiteln gibt Paulus – wie in allen seinen Briefen üblich – eine Vielzahl konkreter, praktischer Anweisungen. Hier im Römerbrief liegt der Schwerpunkt darauf, zu zeigen, wie das Evangelium das Verhalten des gläubigen Christen total erneuert (Röm 12,1-2!) – z.B. im Hinblick auf den Dienst aneinander (Röm 12,3-8), gegenüber den weltlichen Herrschern (Röm 13,1-7) oder in der Bereitschaft der gegenseitigen Rücksichtnahme (Röm 14,1-15,13).
  6. Der Briefschluss (Röm 15,14-16,27). Paulus schließt seinen Brief ab, indem er seine Reisepläne mitteilt (Röm 15,14-33) und zahlreiche Grüße übermittelt (Röm 16).

Aus dem Römerbrief kann man unendlich viel lernen. Als Anregung mal nur zwei eher allgemeine Fragen, die man auf jeden Abschnitt anwenden kann:

  • Was lerne ich in diesem Abschnitt über das Evangelium der Gerechtigkeit Gottes?
  • Was folgt daraus für mich praktisch, wenn ich diese Sicht mir zu Eigen mache?

Schlüsselvers: Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die daran glauben, die Juden zuerst und ebenso die Griechen.  Denn darin wird offenbart die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, welche kommt aus Glauben in Glauben; wie geschrieben steht: »Der Gerechte wird aus Glauben leben.«“ (Röm 1,16-17)


 Der Epheserbrief

Der Epheserbrief ist einer der Briefe, die Paulus aus der Gefangenschaft – vermutlich aus Rom – heraus schrieb (vgl. Eph 6,20). In Rom war der Apostel zwar in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt (vgl. Apg 28,30-31), jedoch war er nicht unmittelbar vom Tod bedroht und hatte Möglichkeiten seinen Dienst fortzusetzen. Gut möglich, dass Paulus zur gleichen Zeit auch den Kolosser- und Philemonbrief schrieb und diese zusammen mit dem Epheserbrief durch Onesimus und Tychikus zu ihren Empfängern bringen ließ (Eph 6,21 und Kol 4,7 erwähnen Tychikus als Briefüberbringer und Kol 4,9 erwähnt, dass auch Onesimus dabei gewesen ist).

Das Thema des Epheserbriefs ist: Die Gemeinde – eine Idee Gottes. So schildert Paulus in diesem Brief, dass Gott die Gemeinde schon vor Grundlegung der Welt geplant hat, und wie er sich die Gemeinde vorstellt. Er schreibt, dass Christus das Haupt der Gemeinde ist und die Gemeinde der Leib Christi (1,21-22). Durch diesen Vergleich wird deutlich, wie wichtig Gott die christliche Gemeinde ist. Paulus macht deutlich, durch welche große Gnade Gott die Gemeinde aus ihren Sünden errettet hat (2,4-5) und dass Gott nun mit der Gemeinde ein Ziel hat (2,10; 4,15). Des Weiteren legt Paulus großen Wert darauf, dass in der christlichen Gemeinde im Geist Einheit herrschen soll (4,3), obwohl Gott einem jeden Gläubigen in einem verschiedenen Maße Gaben gegeben hat (4,7-8). Zahlreiche praktische Anweisungen für das Leben der Gläubigen in der Gemeinde runden diesen Brief ab (4,17-6,20). So ist der Epheserbrief ein wichtiges Lehrfundament für den Bau der neutestamentlichen Gemeinde.

Der Epheserbrief ist leicht zu gliedern: So gibt es zunächst einen lehrhaften Teil (Kap. 1-3) über Gottes Absicht mit seiner Gemeinde. Dieser zerfällt in fünf Einzelabschnitte:

1. Paulus preist Gott für die Erlösung durch Christus und sein Wirken unter den Ephesern (1,1-23)

2. Gott hat uns durch Gnade vom Tod zum Leben errettet (2,1-10)

3. Christus hat Einheit zwischen Juden und Heiden gestiftet (2,11-22)

4. Gott hat Paulus zum Apostel eingesetzt (3,1-13)

5. Das Gebet des Apostels für die Gemeinde (3-14-21)

Dem folgt ein zweiter, eher praktisch ausgerichteter Teil (Kap. 4-6) über Gottes Plan für das Leben in der Gemeinde und ihrer Glieder. Dieser lässt sich in vier Einzelabschnitte unterteilen:

1. Paulus mahnt zur Einheit im Geist trotz der Vielfalt, die Gott in die Gemeinde gelegt hat (4,1-16)

2. Paulus beschreibt den neuen Lebensstil von Gläubigen (4,17-5,20)

3. Paulus erklärt die „christliche Hausordnung“ (5,21-6,9)

4. Paulus fordert zum Anlegen der geistlichen Waffenrüstung auf (6,10-24)

Der Epheserbrief spricht zahlreiche aktuelle Themen des Glaubens an, so dass seine aufmerksame Lektüre wie von selbst praxisbezogen wird. Dennoch kann man beim Lesen folgende Fragen im Hinterkopf behalten:

  • Worin besteht aus Paulus Sicht das Besondere an der christlichen Gemeinde? Sehe ich das auch?
  • In welchem Lebensbereich bin ich herausgefordert von „Gottes Plan für das Leben der Gemeinde und ihrer Glieder“?

Schlüsselvers: „Denn aus Gnade seid ihr selig geworden durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme. Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, daß wir darin wandeln sollen.“ (Eph 2,8-10)


 Der Philipperbrief

Ebenso wie der Epheserbrief ist auch der Philipperbrief einer der Gefangenschaftsbriefe des Apostels Paulus. Im Gegensatz zum Epheserbrief wurde der Philipperbrief aber eher am Ende von Paulus Gefangenschaft in Rom – d.h. vermutlich 62 n. Chr. – verfasst. Denn im Brief finden sich mehrere Hinweise, dass das Urteil über Paulus demnächst fallen wird (Phil 1,18bff). Auch wenn noch offen ist, ob Paulus hingerichtet oder freigelassen wird, so rechnet Paulus eher mit Letzterem (Phil 1,25) – und so sollte es dann auch kommen.

Das Thema des Briefes – das man eigentlich nicht überlesen kann – ist die Freude! Paulus kann sich freuen, obwohl er in persönlich schwierigen Umständen lebt. So macht ihm nicht nur seine Gefangenschaft Kummer, sondern auch, dass seine Abwesenheit in den Gemeinden von einigen fragwürdigen Leuten zur Selbstdarstellung genutzt wird (Phil 1,15-17). Warum kann sich Paulus dennoch so freuen? Wie kann das sein? Paulus entfaltet im Verlauf des Briefes und warum und wie er dennoch Freude empfindet:

  • Freude, indem man die Welt aus Gottes Perspektive sieht 1,1-11
  • Freude, weil man für das lebt, was wirklich zählt 1,12-26
  • Freude, wenn man auch in Widerständen authentisch als Christ lebt 1,27-30
  • Freude, indem man sich an Jesu Demut und Selbstlosigkeit erfreut 2,1-11
  • Freude, indem wir uns schön für Gott machen 2,12-18
  • Freude über den Dienst anderer 2,19-30
  • Freude an der Gerechtigkeit die Christus schenkt 3,1-11
  • Freude, weil wir das Ziel im Blick behalten 3,12-4,1
  • Freude im Alltag bewahren und fördern 4,2-9
  • Freude, weil wir zufrieden sein können 4,10-20

Der Philipperbrief fordert uns also heraus, unser Leben – mit allen seinen Schwierigkeiten und Herausforderungen – aus der richtigen Perspektive zu sehen. Wir sollen lernen, dass in Christus echte Freude zu finden ist, die unabhängig von irdischen Umständen ist.

Folgende Fragen können wir bei der Lektüre bedenken:

  • Inwiefern weckt das in diesem Abschnitt Gelesene Freude in mir?
  • Zu welchem Perspektivwechsel bin ich aufgefordert, wenn ich noch keine Freude spüre?
  • Was an Jesus Christus und seinem Evangelium ist so wunderbar, dass ich mich freuen kann?

Schlüsselvers: Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch!“ (Phil 4,4)


 Der Kolosserbrief gehört ebenso zu den Briefen, die Paulus aus der Gefangenschaft schrieb. Wer mehr zur Zeit und den näheren Umständen der Entstehung des Kolosserbriefs wissen möchte, sollte die entsprechenden Ausführungen zum Epheserbrief konsultieren. Die Gemeinde in Kolossä gehörte nicht zu den von Paulus gegründeten Gemeinden – ja er hatte von ihrem Glauben nur gehört (1,4) und kannte die meisten Gemeindemitglieder nicht persönlich (2,1). In Kolossä wirkte Ephahras (4,12-13), den Paulus als „lieben Mitknecht“ und „treuen Diener“ (1,7) bezeichnet. Er hatte vermutlich Paulus auch über die Irrlehre in Kenntnis gesetzt, die sich in der dortigen Gemeinde breitgemacht hatte.

Paulus verfasste daraufhin den Kolosserbrief, um vor dieser Irrlehre zu warnen. Er betont in seinem Brief die Erhabenheit und Einzigartigkeit Jesu Christi. Die Kolosser sollen verstehen, dass sie als Gläubige an Jesus Christus schon die „ganze Fülle“ haben (2,9-10). Der Glaube an Jesus allein ist vollkommen ausreichend. Es ist nicht nötig nach zusätzlicher Erkenntnis oder weiteren Glaubenserfahrungen zu streben. Tatsächlich ist es sogar gefährlich, sich den verführerischen zusätzlichen Glaubensinhalten dieser Irrlehre zuzuwenden. Wie nur wenige andere Schriften des NT betont der Kolosserbrief die Erhabenheit Jesu Christi und seine herausragende Stellung für den christlichen Glauben. Christen sollen „Jesus-Leute“ sein, d.h. sie sollen von ihm alles erwarten und in ihrer Nachfolge alleinb in ihm fest verwurzelt bleiben.

Der Kolosserbrief lässt sich in drei große Abschnitte gliedern:

1. Der Briefeingang: Paulus führt die Überlegenheit Jesu Christi vor Augen (1,1-2,5)

  1. Gruß, Dank und Fürbitte für die Gemeinde (1,1-14)
  2. Jesus Christus – der Erste in Schöpfung und Erlösung (1,15-23)
  3. Jesus Christus, das Geheimnis Gottes, in Paulus Dienst und dem Glaubensleben der Christen (1,24-3,5)

2. Der Hauptteil: Paulus fordert auf, den Glauben an Christi weiter zu leben (2,6-4,6)

  1. Das Hauptanliegen: Bleibt in Christus verwurzelt! (2,6-7)
  2. Lasst euch von Irrlehren nicht vom Weg abbringen (2,8-23)
  3. Lebt ein Leben, das auf Christus konzentriert ist (3,1-4,6)

3. Der Briefschluss: Grüße, Pläne…. (4,7-18)

Bei der Lektüre des Kolosserbriefs können wir uns mit folgenden Fragen beschäftigen:

  • Wie beschreibt, begründet und erläutert Paulus die Überlegenheit Jesu Christi? Wie kann man – vielleicht ausgehend vom Kolosserbrief – einem Nichtchristen verdeutlich, warum Jesus für uns Christen so eine zentrale Rolle spielt?
  • In welchen Situationen sind wir heutzutage in einer ähnlichen Gefahr wie die Kolosser – nämlich dem Glauben an die Person Jesu etwas hinzuzufügen?

Schlüsselvers: Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig, und an dieser Fülle habt ihr teil in ihm, der das Haupt aller Mächte und Gewalten ist.“ (Kol 2,9-10)


Der Philemonbrief gehört ebenso zu den Briefen, die Paulus aus der Gefangenschaft schrieb. Wer mehr zur Zeit und den näheren Umständen der Entstehung des Philemonbriefs wissen möchte, sollte die entsprechenden Ausführungen zum Epheserbrief konsultieren.

Der Philemonbrief ist der kürzeste und persönlichste aller Paulusbriefe. In ihm wendet sich der Apostel an Philemon mit der Bitte seinen entaufenen Sklaven Onesimus wieder aufzunehmen. Philemon war offenbar ein wohlhabender Christ in Kolossä, der durch den Dienst des Paulus (Phlm 19) gläubig geworden war. Die Gemeinde von Kolossä versammelte sich in seinem Haus (Phlm 2). Onesimus war ein aus Kolossä stammender Sklave (Kol 4,9) von Philemon. Offenbar war er seinem Herrn entflohen und nach Rom gereist. Dort ist er auf Paulus getroffen und durch sein Zeugnis zum lebendigen Glauben gekommen. Er wurde ein nützlicher Mitarbeiter des Paulus (Phlm 11.13). Dennoch war Paulus der Ansicht, dass es richtig sei, wenn Onesimus zurück zu seinem Herrn Philemon reisen würde (Phlm 12). Also reiste er zusammen mit Tychikus – und den drei Paulusbriefen (Eph, Kol, Phlm) im Gepäck – zurück nach Kolossä (Kol 4,7-9).

Der kurze Brief an Philemon kann folgendermaßen gegliedert werden:

  1. Gruß und Dankgebet Phlm 1-7
  2. Paulus Bitte für Onesimus 8-20
  3. Grüße und Briefschluss 21-25

Bei der Lektüre des Philemonbriefs können wir uns mit folgenden Fragen beschäftigen:

  • Wie beschreibt Paulus den Charakter und Glauben von Philemon?
  • Auf welcher Basis und mit welchem Argumenten formuliert Paulus seine Bitte hinsichtlich Onesimus?

Schlüsselvers: Wenn du mich nun für deinen Freund hältst, so nimm ihn auf wie mich selbst.“ (Phlm 17)


 Wie ein Vergleich zwischen Lk 1,1-4 und Apg 1,1-2 zeigt, wurde das Lukasevangelium vom ebenfalls vom Autor der Apostelgeschichte verfasst. Nach den sogenannten „Wir“-Stellen in der Apostelgeschichte (Apg 16,10-16, 20,5-21,18, 27,1-28,16) war dieser Verfasser ein enger Mitarbeiter von Paulus. Dafür kommt am ehesten Lukas, „der geliebte Arzt“ (Kol 4,14) infrage, der bei Paulus war als dieser den Kolosserbrief schrieb und später seinen Märtyrertod erwartete (2Tim 4,6-8.11). Auch die altkirchliche Überlieferung nennt seit frühesten Zeiten diesen Lukas als den Autor von Lukasevangelium und Apostelgeschichte.

Lukas verfasste sein Evangelium, um Theophilus über „den sicheren Grund der Lehre“ (Lk 1,4) des christlichen Glaubens zu unterweisen. Dabei war Lukas nicht der erste, der ein Evangelium verfasste (Lk 1,1). Er selbst war auch kein direkte Augenzeuge des Wirkens Jesu (Lk 1,2). Vielmehr hat er die Augenzeugen befragt und andere Erkundungen unternommen, um ein geordneten Bericht (Lk 1,3) über Jesu Leben zu verfassen. Lukas selbst versteht sich also als Historiker, der wahrheitsgemäß und sorgfältig über das berichten will, was „unter uns geschehen“ (Lk 1,1) ist.

Ein zentrales Thema im Lukasevangelium ist die Erfüllung von Gottes Plan. Was Gott vor langer Zeit seinem Volk Israel verheißen und in Aussicht gestellt hatte, wird jetzt durch das Leben und Wirken Jesu in dieser Welt erfüllt. Schon die Lobgesänge am Anfang des Evangeliums (Lk 1,54-55; 1,68-79; 2,29-32) betonen dieses Thema genauso wie die programmatische Rede Jesu in Nazareth (Lk 4,18-19). Besonders wichtig ist Lukas ferner das Thema der Erlösung, wie es in den Worten Jesu in Lk 19,10 besonders prägnant zum Ausdruck kommt: „Denn der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist.“ (Lk 19,10) An unzähligen Stellen thematisiert Lukas, dass diese Rettung „heute“ da ist und dass sie gerade für diejenigen erfahrbar ist, die eigentlich weit weg von Gott waren (z.B. Lk 5,17-26; 7,48-50). In der Tat ist ein besonderes Anliegen des Evangelisten Lukas zu verdeutlichen, dass das Evangelium gerade auch den Heiden gilt. Schon der Stammbaum Jesu (Lk 3,23ff) – indem Lukas Jesu Linie zurück bis zu Adam (nicht zu Abraham) führt – zeigt seine universelle Bedeutung. Ebenso hat Lukas ein besonderes Herz für diejenigen, die gesellschaftlich am Rande stehen. An zahlreichen Stellen schildert Lukas wie Jesus mit den Armen (z.B. Lk 21,1-4), den Sündern (z.B. Lk 15,1-2; 19,7) und Frauen (z.B. Lk 7,36-50; 8,1-3) interagiert.

Das Lk lässt sich wie folgt gliedern:

Im ersten Hauptteil Lk 1,1-2,52 finden wir neben einem kurzen Vorwort des Verfassers (Lk 1,1-4), die sogenannte Kindheitserzählung (Lk 1,5-2,52). Hier wird uns nicht nur Jesus, sondern auch Johannes der Täufer nähergebracht. Schon im Abschluss dieses Teils – in Lk 2,41-52 wird Jesu Selbstverständnis deutlich (Lk 2,49b)!

Ein zweiter Hauptteil ist Lk 3,1-4,13, die Vorbereitung für den Dienst Jesu. Uns wird geschildert wie Johannes der Täufer Jesu vorangeht (Lk 3) und wie Jesus in der Wüste vom Teufel versucht wird (Lk 4,1-13), sich aber als treu erweist.

Der dritte Hauptteil Lk 4,14-9,50 beschreibt Jesu Dienst in Galiläa. Dieser Dienst ist von großer Popularität gekennzeichnet, auch wenn sich schon gewisse Diskussionen über seine Identität ergeben (Lk 7,1-8,3). Ferner fällt in diesen Teil die Berufung der Jünger (Lk 5,1-6,16) sowie ein längerer Lehrabschnitt (Lk 6,17-49).

Der längste Abschnitt ist der vierte Hauptteil in Lk 9,51-19,44 – Jesu sogenannte Reise nach Jerusalem. Ab Lk 9,51 ist für Jesus das Ziel Jerusalem (und damit seine Passion) das, was ihm vor Augen steht. Auch wenn Lukas in diesen Hauptteil noch zahlreiche Themen (über Jüngerschaft, Kontoversen über Jesu Identität, manche Gleichnisse…) einflechtet, so ist Jesus in alledem doch entschlossen und zielgerichtet unterwegs nach Jerusalem um sein Leben zu opfern.

Von diesen Ereignissen rund um Jesu Passion und Auferstehung berichtet dann der fünfte und letzte Hauptteil in Lk 19,45-24,53. Lukas macht zunächst deutlich, wie sich die Kontroverse um Jesus zuspitzt (Lk 19,45-21,4) und berichtet dann die sogenannte Endzeitrede Jesu (Lk 21,5-38). Danach schildert er das letzte Abendmahl und den Verrat an Jesus (Lk 22,1-38), sowie die Gefangennahme Jesu, seinen Prozess und seinen Tod (Lk 22,39-23,56). In Kap. 24 schließt das Evangelium mit dem Bericht von Jesu Auferstehung und Himmelfahrt.

Bei der Lektüre des Lukasevangeliums sollten wir folgende Fragen im Hinterkopf haben:

  • Wie zeigt Lukas, dass sich durch Jesu Kommen und Dienst Gottes Plan erfüllt?
  • Was lernte ich über die Erlösung und Rettung, die Jesus bringt?
  • Wie stehe ich persönlich zu Jesu, der im Lukasevangelium, als der Retter für alle Menschen beschrieben wird?

Schlüsselvers:Denn der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist.“ (Lk 19,10)


In Apg 18 wird uns berichtet, wie Paulus während seiner zweiten Missionsreise in die Stadt Korinth kam. Korinth hatte eine günstige Lage, nämlich auf der Landenge, die die Halbinsel Peloponnes mit dem griechischen Festland verbindet. Durch seine zwei Häfen – Lechäon am Golf von Korinth Richtung Westen und Kenchreä am Golf von Aegina Richtung Osten – war Korinth zu einem wichtigen Umschlagsplatz des Handels geworden. Des Weiteren war Korinth eine Stadt die von extremen sozialen Gegensätzen geprägt war: auf der einen Seite waren zwei Drittel der Bevölkerung Sklaven, während es andererseits auch viele reiche Kaufleute und Großunternehmer aus aller Welt gab.

Paulus wirkte in Korinth ca. 1,5 Jahre und gründete die Gemeinde dort (Apg 18,11). Danach hatte Paulus der Gemeinde schon einmal einen Brief geschrieben (1Kor 5,9-13), der aber verloren gegangen ist. Später erfuhr Paulus von den „Leuten der Cloe“, dass in der Gemeinde Streitigkeiten aufgekommen waren (1Kor 1,11). Ihm war des Weiten zu Ohren gekommen, dass die Korinther schwere Unzucht in ihren Reihen duldeten (1Kor 5,1-2). Außerdem hatten die Korinther ihrerseits Paulus bereits einen Brief mit Fragen (1Kor 7,1) geschrieben. Aus allen diesen Gründen schrieb Paulus vermutlich 54 n. Chr. den 1. Korintherbrief während seines Aufenthaltes in Ephesus.

Inhaltlich dreht sich der 1. Korintherbrief um eine Reihe von Missständen, die in dieser jungen Gemeinde auftraten. Einerseits gibt es eine Menge an Konflikten untereinander – kein Wunder, wenn man bedenkt, von welchen sozialen Gegensätzen Korinth geprägt war.  Auf der anderen Seite neigten die Korinther zu gravierende faulen Kompromissen mit dem weltlichen Lebensstil ihrer Umwelt – auch das ist  nicht überraschend! Insofern ist der 1. Korintherbrief hochaktuell – zeigt er uns doch, zu was für einen Leben wir als Christen in einer Welt berufen sind, die völlig andere Maßstäbe kennt und wie wir Einheit und Gemeinschaft in der Gemeinde trotz großer Unterschiede  leben können.

Der 1. Korintherbrief kann so gegliedert werden:  

  1. Der Umgang mit Spaltungen in der Gemeinde Kap. 1-4
  2. Der Umgang mit Unzucht in der Gemeinde 5
  3. Der Umgang mit Streitfällen in der Gemeinde Kap. 6
  4. Der Umgang mit Sexualität, Ehe und Ehelosigkeit Kap. 7
  5. Der Umgang mit der persönlichen Freiheit am Bsp. des richtigen Umgangs mit Götzenopferfleisch Kap. 8-11,1
  6. Der Umgang für eine würdigen gemeinsamen Gottesdienst (Mann und Frau – Abendmahl) Kap. 11,2-34
  7. Der Umgang mit den Gaben des Geistes in der Gemeinde 12-14
  8. Der Umgang mit der Auferstehungshoffnung im Alltag Kap. 15
  9. Briefschluss mit Mitteilungen und Grüßen Kap. 16

Der 1. Korintherbrief behandelt eine Vielzahl praktischer Themen, aus denen sich viel lernen lässt. Folgende Fragen können uns allgemein bei der Lektüre leiten:

  • Welchen Kompromiss oder Fehler der Korinther thematisiert Paulus an dieser Stelle? Wo gibt es heutzutage die Gefahr, einen ähnlichen Fehler zu begehen?
  • Warum ist es so wichtig, diesen Kompromiss bzw. Fehler zu vermeiden? Wie kann das geschehen?

Schlüsselvers: Wißt ihr nicht, daß ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt?  Wenn jemand den Tempel Gottes verdirbt, den wird Gott verderben, denn der Tempel Gottes ist heilig; der seid ihr.“ (1Kor 3,16-17)

Vernetzt im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) in Deutschland K.d.ö.R.

Wir sind Mitglied im Bund Evangelisch Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland K.d.ö.R.



Ökumenisches Gebet in Zeiten der Corona-Krise

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Die Steigerung der Katastrophe verhindern

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