bibelstunde

Speise ist dort, wo Jesus ist
„Ich bin das Brot des Lebens: Wer zu Mir kommt, den wird auf keinen Fall hungern; und wer in Mich hinein glaubt, den wird auf keinen Fall jemals dürsten“.(Joh. 6,35)
Eine Hungersnot ist ein ernster Mangel an Nahrung, das Mittel, durch das Menschen ihre Existenz aufrechterhalten. Durch Nahrung wird nicht nur die Existenz aufrechterhalten, sondern gibt uns auch Zufriedenstellung. Wenn wir essen und trinken, haben wir nicht nur das Empfinden, dass wir unsere Existenz aufrechterhalten, sondern auch, dass wir zufrieden gestellt werden.

Wenn ich mit guter Nahrung gefüllt werde, bin ich froh. Eine Hungersnot bezeichnet also tatsächlich eine Unzufriedenheit. Die ganze Welt ist heute unzufrieden.  Zufriedenstellung kann man somit nur in Christus finden, so bringt es der Vers im Johannesevangelium zum Ausdruck. Wo Christus ist, dort ist Zufriedenstellung. Wir, die wir uns zu Christus hingewandt haben, haben Nahrung, Speise und Zufriedenstellung gefunden, denn die Nahrung kann man nur dort finden, wo Christus ist. Nur wie Fülle ich mich mit guter Nahrung?

Liebe zum Wort oder geistliche Hungersnot?
„Dies ist das Brot, das der HERR euch zur Nahrung gegeben hat … Sammelt davon, jeder nach dem Maß seines Essens“ (2. Mo 16,15.16).
Der Herr Jesus hatte große Freude am Wort Gottes. Für Ihn war es nicht einfach nur eine tägliche Pflichtlektüre, sondern stärkende Nahrung für seine Seele. Er konnte mit dem Psalmisten sagen: „Wie liebe ich dein Gesetz! Es ist mein Sinnen den ganzen Tag … Ich freue mich über dein Wort wie einer, der große Beute findet“ (Ps 119,97.162).

Christus wurde unter Gesetz geboren; und Er kam, um das Gesetz zu erfüllen (vgl. Gal 4,4; Mt 5,17). So wie die Bundeslade die zwei steinernen Gesetzestafeln enthielt, so war auch das Gesetz Gottes im Herzen Jesu. Deshalb war es Ihm auch ein Herzensanliegen und eine Freude, die Gebote Gottes zu erfüllen und ununterbrochen seinen Willen zu tun (vgl. Ps 40,8). Wie geschrieben steht: „Ich werde meine Wonne haben an deinen Geboten, die ich liebe“ (Ps 119,47).

Jeremiah konnte sagen: „Deine Worte waren vorhanden, und ich habe sie gegessen, und deine Worte waren mir zur Wonne und zur Freude meines Herzens“ (Jer 15,16). Der Prophet hat die Worte Gottes verinnerlicht und sich von Herzen darüber gefreut. Damit deutet er eine Wahrheit an, die für unser geistliches Leben von fundamentaler Bedeutung ist: Genauso wie der Körper natürliche Nahrung braucht, so muss auch der „innere Mensch“ mit geistlicher Speise versorgt werden.

Die Israeliten sollten täglich Manna sammeln und essen, um in der Wüste bestehen zu können. Für uns bedeutet das heute, dass wir uns täglich mit dem Herrn Jesus – dem Brot des Lebens – als Mensch hier auf der Erde beschäftigen sollen, so wie wir Ihn z.B. in den Evangelien sehen.
Wenn wir etwas essen, wird es dadurch zu einem Teil von uns selbst. Genauso ist es auch, wenn du dich mit dem Wort Gottes beschäftigst – es wird sozusagen zu einem Bestandteil von dir. Dein geistlicher Zustand hängt maßgeblich davon ab, wie intensiv du dich mit der Heiligen Schrift auseinandersetzt und über das Leben Jesu nachdenkst. Einem Menschen, der unterernährt ist, fehlt Kraft und Energie. Das gilt auch für den geistlichen Bereich. Wenn du die Beschäftigung mit Gottes Wort vernachlässigst, wirst du geistlich schwach, und es fehlt dir die geistliche Energie, um etwas für den Herrn zu tun.

Es kann sogar vorkommen, dass man gar nicht merkt, dass man an geistlicher Hungersnot leidet. Laodizea sagt: „Ich bin reich und reich geworden und bedarf nichts.“ Der Herr dagegen sieht tiefer und antwortet: „Du weißt nicht, dass du der Elende und Jämmerliche und arm und blind und nackt bist“ (Off 3,17).

Man kann sich also einbilden, für Gott zu leben, während man eigentlich dabei ist, geistlich zu verhungern.
•    Hat das Wort Gottes für dich immer noch die gleiche Frische und Anziehungskraft wie in der ersten Zeit nach deiner Bekehrung?
•    Wann warst du das letzte Mal beim Lesen der Bibel wirklich ergriffen?
•    Welche Priorität hat für dich die tägliche Beschäftigung mit dem Wort Gottes?

Ich lade dich ein an dieser Stelle mal eine Selbstüberprüfung vorzunehmen einen s.g. Gesinnungscheck. Ich habe diesen bei dem Glaubensbruder Daniel Vogelsang aus Bayreuth entdeckt und finde ihn sehr aufschlussreich.  

Der Gesinnungscheck    
In Philipper 2, 19-30 führt uns Paulus mit Timotheus und Epaphroditus zwei Vorbilder vor Augen, die uns die Gesinnung Jesu ganz praktisch vorgelebt haben. An ihrem Leben werden 5 Prinzipien der Gesinnung Jesu deutlich, die wir zur regelmäßigen Selbstprüfung auf einer Checkliste festhalten wollen.
Ich fordere dich heraus: Nimm dir für die nachfolgenden Fragen Zeit und beantworte sie ganz ehrlich. Sie könnten lebensverändernd für dich sein!

1. Die Gesinnung Jesu ist um andere besorgt (V. 19)
• Bist du um andere besorgt oder sorgst du dich in erster Linie nur um dich?
• Wie reagierst du auf Menschen um dich herum, wenn du in Herausforderungen steckst und selbst genügend Probleme hast?
• Nimmst du trotzdem Anteil und zeigst Interesse an ihrem Leben oder igelst du dich ein und ignorierst sie gekonnt?

2. Die Gesinnung Jesu sucht den Willen Gottes (V. 20-22)
•  Ist die zentrale Frage in jeder Situation deines Lebens: „Was will Gott?“?
•  Lebst du mit dem Wunsch, dass Gott durch dein Leben zu jeder Zeit geehrt wird?
•  Was müsste sich verändern wenn du jeden Lebensbereich (Ehe, Elternschaft, Familie, Arbeit, Freundschaften etc.) von Gottes Willen durchdringen lassen würdest?
•  Inwieweit stimmt dein Wille mit Gottes Wille für dein Leben überein?

3. Die Gesinnung Jesu ist bereit zu verzichten (V. 23-24)
•  Bist du bereit auf eigene Vorteile zu verzichten wenn es um Gottes Reich geht?
•  Nimmst du persönliche Nachteile in Kauf, wenn es darum geht, anderen zu dienen?
•  Welche Bequemlichkeit musst du überwinden, damit Gottes Werk vorangehen kann?

4. Die Gesinnung Jesu dient anderen (V.25-28)
•  Dienst du anderen oder lässt du dich bedienen?
•  Wie lebst du die Worte Jesu, der gesagt hat: „Wer unter euch groß werden will, soll euer Diener sein“ (Mk 10,44)?
•  Wie kannst du einen Blick für andere behalten und ihnen mit deinem Leben dienen?

5. Die Gesinnung Jesu ist bereit Opfer zu bringen (V.29-30)
•  Welche Opfer bringst du „um des Werkes Christi willen“?
•  Bist du bereit dich mit allem, was du kannst und besitzt, für Jesus einzusetzen?
•  Was bist du auf keinen Fall bereit, zu opfern?

Ich will dich herausfordern diese Checkliste mit in dein alltägliches Leben zu nehmen und zwischendurch immer wieder einen Gesinnungscheck vorzunehmen. Bei all dem sollten wir jedoch nicht vergessen, dass wir selber diese göttliche Gesinnung nicht in uns schaffen können.  
Aber gerade das, was wir nicht schaffen, das will Jesus in uns schaffen und deshalb gilt: Nur der Blick auf Jesus führt zur Gesinnung Jesu!

HERZLICH(S)T
Klaus Mehler


Vernetzt im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) in Deutschland K.d.ö.R.

Wir sind Mitglied im Bund Evangelisch Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland K.d.ö.R.



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