bibelstunde

Dann sagte Jesus: Kommt alle her zu mir, die ihr müde seid und schwere Lasten tragt, ich will euch Ruhe schenken. Nehmt mein Joch auf euch. Ich will euch lehren, denn ich bin demütig und freundlich, und eure Seele wird bei mir zur Ruhe kommen.
Matthäus 12, 28+29


Nur noch wenige Wochen, dann ist sie da, die Ferien- und Urlaubszeit. Endlich, frei haben. Die Schule hinter sich lassen, kein Lernen, keine Klausuren schreiben, die Arbeit im Betrieb vergessen, kein Chef, der sagt was man tun soll, kein Stress. Und auch die, die für Haushalt und Kinder tätig sind freuen sich auf die freie Zeit. Kein Terminstress mit den Kindern und die Arbeit an Haus und Hof kann ruhen. Wie oft sagen wir doch: Die Seele mal so richtig „baumeln“ lassen.
Und dann? Dann ist sie endlich da, diese freie Zeit, die mir Ruhe bringen soll. Doch trotz aller „Ruhe“ von der Arbeit, des Alltages finden wir sie oft nicht, diese Ruhe, nach der wir uns doch so sehr sehnen.
Auch Christen reden viel vom Frieden und der Ruhe im Herrn, wenn man sich jedoch umsieht oder wenn man an den Stresstagen ins eigene Herz schaut, entspricht das nicht ganz der Realität. Warum sind wir weiterhin innerlich oft so unruhig? Warum verhalten wir uns so oft wir Getriebene? Wir sehnen uns nach freien Tagen, keine Aufgaben erfüllen zu müssen, nach Ruhe, und stellen aber fest, dass diese Sehnsucht nach Ruhe, nach der inneren Ruhe, nicht eintrifft.
Im Hebräer 4 werden wir aufgefordert in Gottes Ruhe einzutreten. Es geht also nicht darum, Urlaub oder Ferien zu haben, uns hinzusetzen und nichts zu „tun“ oder nicht zu arbeiten. Denn Gott sehnt sich nach Gemeinschaft mit DIR. Nach der Ruhe im Herrn. Hans Peter Royer schreibt: Im Herrn zu ruhen bedeutet nicht, untätig zu sein, ganz im Gegenteil, aber es bedeutet, aus „seiner“ Kraft tätig zu sein im Glauben, dass er alleine das vollbringen kann, was ich nicht kann.
Im 2. Mose 14, 14 lesen wir, dass beim Auszug aus Ägypten die Armee des Pharaos die Israeliten verfolgte und vor ihnen das unüberwindbare Rote Meer war. Dort sprach Mose zum Volk: Der Herr wird für euch kämpfen, ihr müsst nur still sein. Ja, dass gilt für DICH noch heute. Zur Ruhe kommen, still sein in der Gegenwart und Gemeinschaft Gottes. Alles von IHM, unserem Herrn zu erwarten. Weder Jesus Christus, Luther oder Mose hatten ruhige Lebensumstände. Aber sie ruhten in der Verbindung zum Vater. Was macht DICH vielleicht heute so unruhig? Deine derzeitigen Lebensumstände? Zu viel Arbeit? Keine Arbeit? Deine Ehe, die nicht mehr so „verläuft“ wie sie am Anfang euerer Beziehung war? Streit mit den Kindern? Dein „älter“ werden? Deine Krankheit, weil sich keine Besserung, keine Linderung einstellt? Der Streit mit deinen Freunden? All diese aufgeführten Punkte (Manchmal aber auch nur Kleinigkeiten unseres Alltages) können uns der Ruhe in Christus berauben.
„Kommt alle her zu mir, die ihr müde seid und schwere Lasten tragt, ich will euch Ruhe schenken“. Wir müssen in der direkten Verbindung mit Jesus Christus bleiben. Er möchte, dass wir in seine Ruhe eintreten.
Hebräer 4, 11: „Deshalb wollen wir uns bemühen, in diese Ruhe hineinzukommen………
Es fällt uns oft leichter aktiv eine Arbeit zu beginnen, aber aktiv „still“ werden, zur Ruhe im Herrn zu kommen, bedarf Disziplin. Aber es lohnt sich. In der Stille vor Gott wirst du erleben das er dir begegnet, dass er dir antwortet. Dass „ER“ dich tragen wird, dir Wegweisung schenkt. Vielleicht nicht sofort und auch vielleicht nicht wie du es erwartest hättest, aber ich bin mir sicher, dass du die „Ruhe im Herrn“ finden kannst.
Ich wünsche euch allen erholsame Ferien- und Urlaubstage, Ruhe von eurem Alltag, einfach eine gute erholsame Zeit. Aber besonders die Ruhe, die ihr in der Gemeinschaft nur bei Jesus Christus erfahren könnt wünsche ich euch von ganzem Herzen.
Norbert Wuttke

Vernetzt im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) in Deutschland K.d.ö.R.

Wir sind Mitglied im Bund Evangelisch Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland K.d.ö.R.



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